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Bulle und Bär

Kommentar globale Aggregate

Auch bei den globalen Aggregaten hat sich seit der ersten Juni-Woche einiges getan.

In Euro von -2 auf +11
In US-Dollar von -24 auf -14
In Landeswährung von -15 auf +3

Wie bereits im Kommentar zu den regionalen Komponenten beschrieben können die Einzeln-Charts in Summe leider nicht überzeugen und es gibt noch keine Entwarnung. Die meisten Investoren global agieren in Dollar - der Indikator ist mit -14 noch deutlich im negativen Bereich. Euro-Investoren haben im Moment ein "leichtes Spiel". Geld raus aus dem Euro und schon einen Gewinn verbuchen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber die Euro-Schwäche macht sich hier deutlich positiv für Investoren aus dem Euro-Raum bemerkbar. Hier folgt die Euro-Krise vielen anderen Krisen, die wir bereits beobachten konnten. Die heimischen Märke verlieren (siehe regionale Komponenten - Europa ist mit -10 mit Abstand am schlechtesten) und die eigene Währung verliert auch.

Das führt irgendwann - vielleicht sogar schon in den nächsten Tagen oder Wochen ? - dazu, dass die Aktienmärkte der Krisenländer im internationalen Vergleich spott-billig werden und sich in den Folgejahren zu richtigen "Granaten" entwicklen. Dann steigt die Währung und der Aktienmarkt. So geschehen in der Asienkrise, in der Russlandkrise, in den verschiedenen Lateinamerikakrisen und schon in der Weimarer Hyperinflation.

Demnach sollte bei einer Erhöhung der Aktienquoten vor allem auf die "Süd-Schiene" des Euro-Raums geachtet werden. Fundamental sehen wir schon drastische Unterbewertungen in Italien, Spanien und Griechenland.

Wer als Euro-Investor in diese Märkte geht, der könnte zur Profitmaximierung ein in Dollar denominiertes Produkt suchen, welches auf NAV-Basis den Dollar zum Euro absichert. Zur Verdeutlichung: Wenn der Fonds in Dollar notiert und überwiegend in Euro investiert, dann würde der Fonds bei einer solchen Entwicklung sowohl Währungs- als auch Aktiengewinne erzielen. Also Euro-Investor hätte man in dem Dollar-Fonds aber wieder Währungsverluste. Wird das "Dollar-Risiko" des Fonds auf NAV-Basis aber gehedgt (welches im Portfolio aufgrund der überwiegenden Europa-Aktien ja eigentlich kaum vorhanden ist), dann bekommt der Investor den Wertzuwachs der Aktien und den Wertzuwachs des Euros geliefert.

Die Materie ist eventuell etwas kompliziert - aber noch hat man ja Zeit sich hier rein zudenken und sich entsprechende Produkte zusammen zu suchen.

Viel Spaß dabei!