David Meyer – Senior Portfolio Manager bei Taunus Trust (Huber Portfolio / TT Contrarian Value)

»Wir halten in unseren Fonds bereits seit 2022 signifikante Quoten in Aktien aus der Edelmetallförderung. Insbesondere der deutliche Goldpreisanstieg ab 2022 bei gleichzeitig zurückgehenden Inputkosten (vor allem Energiepreise) motivierte uns, die Quoten sukzessive anzuheben. Denn während dieser Umstand die Gold- und Silberminen immer profitabler machte, blieben deren Aktien lange Zeit hinter dem Goldpreisanstieg und dem breiten Aktienmarkt zurück.
Dies hat sich 2025 mit einer im Schnitt ungefähren Verdoppelung der Aktien teilweise ausgeglichen. Dank des oben geschilderten operativen Hebels der Minen sind deren Aktien aus Bewertungssicht aber gar nicht viel teurer geworden (die Gewinne steigen ähnlich schnell wie die Kurse) und immer noch attraktiv.
Wir denken, dass aufgrund der veränderten geopolitischen Gemengelage seit 2022 Gold vor allem durch (preisunsensitive) Notenbanken stark gefragt bleibt, nachdem Russlands Guthaben eingefroren wurden und westliche Staatsanleihen bei westlichen Banken in Zukunft nicht mehr uneingeschränkt als sicherer Hafen wahrgenommen werden. Die Nachfrage nach Gold und Silber, auch aus der Industrie (u.a. für Energiewende und Rechenzentren) und als Investment (FOMO) bleibt derweil tendenziell hoch. In neues Rohstoff-Angebot wurde aber wenig investiert und es braucht mehrere Jahre, um erschlossen zu werden. Das sollte die Preise weiter treiben, was den Minenbetreibern massiven operativen Rückenwind verleiht. Deshalb bleiben wir vorerst investiert, trotz der jüngsten Kursanstiege.«
