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Bulle und Bär
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EFR-Kommentar (Datenstand Oktober 2013)

Zwischen August und Oktober sind die Endfälligkeitsrenditen – im Gleichlauf mit den Zinsen – überwiegend leicht gefallen. Die Anleihekurse haben sich also erholt.

Im Wesentlichen bleibt alles beim alten – wer »vernünftige« Zinsen verdienen will, der muss sich Kursrisiken aussetzen. Emittenten-, Laufzeit- oder Währungsrisiken müssen vom Investor getragen werden, wenn er Endfälligkeitsrenditen von über 5% erreichen will. Zum Glück gibt es eine Reihe von Nischen-Produkten, die bei reduzierten Risiken weiterhin akzeptable Renditen erreichen können – diese Produkte sind aber nicht teil der Liste, weil Sie sehr speziell und teils erklärungsbedürftig sind. Sinn dieser Liste ist ja, einen groben Überblick über die Zinsmärkte zu geben.

Eine aktuelle Entwicklung ist durchaus erwähnenswert. Die kurzfristigen Euribor-Zinssätze steigen seit wenigen Tagen deutlich an. Das absolute Niveau ist immer noch extrem tief, aber die Stärke des Anstiegs ist derart stark, dass es so scheint, als ob die über zwei Jahre andauernde Phase der extrem niedrigen Zinsen im Euro-Raum beendet sein würde. Diese Entwicklung passt jedoch gar nicht zu den Überlegungen der EZB. Das sollte man auf jeden Fall genau beobachten. Wenn dieser Trend anhält, dann würden sich daraus erhebliche Risiken für die Anleihe- und ggf. auch für die Aktienmärkte ergeben.