Die letzte Aktualisierung dieser Übersicht liegt nun schon über ein halbes Jahr zurück.
Nicht, dass es keine Bewegungen am Zinsmarkt gegeben hätte – dazu gleich mehr – aber wie schon öfter geschrieben, soll an dieser Stelle nur ein grober Überblick über Zinsmärkte gegeben werden. Insgesamt ist das Zinsniveau global allerdings so tief, dass die Kernaussagen dieses Überblicks identisch bleiben.
So auch diesmal.
Bei vielen Zins-Märkten und Produkte kann man kaum von »Renditen« sprechen.
So lange man im konservativen Segment von Geldmarkt bis Staatsanleihen bleibt, betragen zwei Prozent bereits das höchste der Gefühle.
Als Investor ist man quasi weiterhin gezwungen Risiken auf sich zu nehmen, wenn man überhaupt nennenswerte Erträge vereinnahmen will. Allerdings muss man dann auch hoffen, dass nichts schief geht oder eben die Risiken entsprechend breit streuen.
Bei der letzten Aktualisierung erwähnten wir, dass der Euribor nahezu auffallend stark gestiegen war und wir werteten dies als ein Indiz für eine Trendwende. Bis in den Mai hinein ist der Zinssatz auch weiterhin gestiegen – entgegen den Zinsen für Staatsanleihen. Die sind nämlich weiter gefallen. Pünktlich zum Juni-Anfang hat sich diese Divergenz nun aufgelöst. Die Euribor-Zinsen sind regelrecht kollabiert und sogar auf neue Tiefs-Kurse gefallen. Aktuell (22.07.) gibt es für den 1-Monats-Euribor gerade noch 0,092% Zinsen.
Insofern wirkt die Notenbank-Politik. Man hält dem Investor die Pistole an den Kopf.
Die Wahloptionen lauten: Geld ausgeben, Risiken einkaufen oder real Geld verlieren.
Aber darüber zu diskutieren führt an dieser Stelle zu weit.
