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Bulle und Bär

Kommentar globale Aggregate

Hinweis: 
Der Chart der globalen Aggregate hat eine Verzögerung von drei Tagen, da die MSCI-Daten auf Eurobasis immer erst spät geliefert werden. 
Der Chart der regionalen Komponenten beruht auf den Vortages-Daten, da die Berechnung des Indikators nur auf Dollar-Indizes basiert ! 

Der WTI hat sich gegenüber der Aktualisierung vom 13.03.2012 in allen drei Bereichen deutlich abgeschwächt. Die vorliegenden Daten sind vom 10.04.2012. 
Die globalen Märkte in Euro haben 7 Punkte verloren auf +25, der Index auf Dollar-Basis ging um 5 Punkte auf +10 zurück und in Landeswährung verlor der Index 3 Punkte auf +19.

Alle Indizes sind also weiterhin im deutlich positiven Bereich. Betrachtet man die regionalen Komponenten (die ja bereits eine Datenbasis per 12.04. haben - also um zwei Tage aktueller sind), dann sieht man, daß der Rebound an den Aktienmärkten auch diese Indizes gleich wieder angehoben hat. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, daß sich auch die globalen Aggregate verbessern werden.

Weiterhin sind insofern erhöhte Aktienquote gerechetfertigt. Trotzdem bleibe ich stutzig. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend sollten die Märkte eigentlich dynamisch von einer Baisse in die Hausse übergehen. Das fehlt aber komplett. Nicht nur, daß die gemittelten Werte über alle Indizes dahindümpeln - auch bewegen sich in der Tat eine hohe Anzahl von Märkten quasi in einem trendtechnischen Niemandsland. So startet eigentlich keine langjährige Hausse.

Im aktuellen "IS&R Investment Report" der für Kunden und Abonnenten am 06.04.2012 veröffentlicht wurde und hier im Internet ab 01.05. zu lesen sein wird habe ich geschrieben:

"In der Vergangenheit habe ich nur zwei Situationen gefunden, die im WTI Welt-Trend-Indikator ähnliche Muster aufwiesen wie aktuell – nämlich Frühjahr/Sommer 2002 und das Frühjahr 2008 – in beiden Fällen kam es danach zu massiven Einbrüchen. Wer an diese Zeiten zurück denkt, der wird sich im Sommer 2002 an Enron und im Frühjahr 2008 an die »Krise der amerikanische Hypothekenfinanzierer «, die sich dann »völlig überraschend« in eine globale Finanz- und Wirtschaftskrise ausweitete erinnern. Man möchte fast sagen, dass zum Glück die Datenhistorie im WTI mit rund 12 Jahren noch zu kurz ist, um hier bereits von statistischer Relevanz zu sprechen. Trotzdem soll es an dieser Stelle erwähnt werden."

Leider bestätigt sich bis jetzt weiterhin dieses Muster. Vorsicht ist also angesagt. Sofern sich aus dem zarten Blümchen noch ein kraftvoller Bullenmarkt entwickeln wird, werden entsprechende Anzeichen - auch im WTI - kommen. Aktuell drängt sich ein Investment nicht auf. Aktienpositionen sollten mit sehr engem Stop versehen werden !